Im Interview: Karsten Geisler
Nachdem es in den letzten Tagen etwas ruhiger hier im Blog war, heute mal wieder ein Interview.
Hallo Karsten stell Dich meinen Lesern doch mal kurz vor.
Ich bin Kommunikationsdesigner aus Köln und arbeite seit meinem Diplom 1997 freiberuflich. Mein Schwerpunkt ist Typografie und Layout, also die Konzeption und Gestaltung von Drucksachen. In letzter Zeit kommen aber auch wieder vermehrt Layout und Programmierung von Webseiten hinzu. Außerdem unterrichte ich seit vielen Jahren an zwei Kölner Akademien und habe vergangenes Jahr ein Buch zur Layoutsoftware Adobe InDesign CS4 geschrieben.Meine freie Zeit verbringe ich mit meiner Familie – wir haben drei Kinder – und alles, was dann noch an Zeit bleibt, investiere ich in Musik.
Du bist ja in der Social Media Welt unterwegs – welche Dienste nutzt du?
Am häufigsten nutze ich Twitter und Facebook, daneben spielt aber auch Xing eine sehr wichtige Rolle. Ich habe zwar auch einen Account bei LinkedIn, aber der ist für mich persönlich bisher fast bedeutungslos. Seit kurzem bin ich auch bei Stayfriends und Qype unterwegs. Wegen meiner Musik habe ich natürlich auch ein Profil bei MySpace. Privat nutze ich außerdem Last.fm. Das war’s auch schon
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Hast du eine Social Media Strategie?
Nicht in dem Sinne, dass ich mich irgendwann einmal hingesetzt hätte und mir konkret einen Plan gemacht hätte. Angefangen hat meine »Social Media Karriere«, als ich 2007 einen Blog zum Thema InDesign aufgesetzt habe, auf dem ich Schulungsvideos bereitstelle, die auch via iTunes abonniert werden können. Dann kam durch eine Empfehlung einer Kollegin Xing dazu, später dann MySpace und seit dem Sommer 2009 Twitter und Facebook.
Mittlerweile gehört für mich die aktive Teilnahme an den diversen Social Media Plattformen zu meinem beruflichen Alltag. Zum einen finde ich es spannend, an der rasanten Entwicklung der neuen Kommunikations- und Vernetzungsformen teil zu haben, zum anderen erhalte ich gerade durch Twitter und Facebook wichtige aktuelle Infos, die mir beruflich von Nutzen sind.
Außerdem ist mir der Austausch mit Kollegen sehr wichtig: denn der schnelle, direkte und unkomplizierte Austausch von Infos, Meinungen und Erfahrungen ist mit keinem anderen Kommunikationsmittel so wie mit den digitalen Medien denkbar.
Und schließlich halte ich die eigene Präsenz auf den verschiedenen Kanälen für bedeutsam – gerade für mich als Freiberufler. Denn die diversen Kanäle bieten mir die Chance, ein vollständigeres Profil von mir abzubilden, als das beispielsweise eine statische Website könnte.
Wenn ich Dich jemand fragen würde: Was ist Social Media? Was würdest Du ihm antworten?
Schneller, direkter Austausch von beruflichen und privaten Infos mit teilweise unbekannten Leuten, gepaart mit der enormen Chance, Personen mit ähnlichen Interessen zu finden bzw. potenzielle Kunden und Auftraggeber auf sich aufmerksam zu machen. Und Social Media kann man nur verstehen, wenn man dabei ist: ein ganz wichtiger Aspekt, nämlich die große Dynamik, die beispielsweise die großen Netzwerkdienste Twitter und Facebook aber auch XING auszeichnen, lässt sich nur schwer vermitteln und verstehen, wenn man nicht Teil dieser Plattformen ist.
Karsten ich Du hast neulich bei Twitter gepostet, dass Du Deinen ersten Kundenkontakt per XING generiert hast – wie kam es dazu?
Ganz einfach: ich passe mit meinen Qualifikationen, Erfahrungen und dem Standort Köln genau in das Profil, dass der Auftraggeber gesucht hat. Auf Xing habe ich all das aufgelistet und so bin ich gefunden worden. Das ist übrigens mein zweiter erfolgreicher Kundenkontakt, den ich über Social Media generieren konnte: der erste ist wenige Wochen zuvor über Facebook zustande gekommen.
Was empfiehlst Du einem Neueinsteiger in die Welt der Sozialen Medien?
In meinem direkten persönlichen Umfeld mache ich immer wieder die Erfahrung, dass viele vor allem zwei Vorbehalte gegenüber Social Media haben: zum einen, dass der Nutzen der aktiven Teilnahme nicht absehbar oder messbar ist und andererseits, dass Social Media zuviel Zeit in Anspruch nimmt. Und genau das lässt sich wohl nur klären, wenn man sich – über einen längeren Zeitraum – mal darauf eingelassen hat. Und wenn man z.B. bei Twitter oder Xing einsteigt, empfehle ich, zunächst zu beobachten, was andere so machen, um ein Gefühl für den jeweiligen Stil und die Umgangsformen zu bekommen. Und ganz wichtig ist bei allen Social Media-Aktivitäten: authentisch bleiben! Mit nichts macht man sich z.B. auf Xing so unbeliebt, wie wenn man in einem Forum nur ein neues Thema beginnt, um Werbung für sich zu machen.
Wie wirst Du Social Media in Zukunft nutzen?
Wie bisher: intensiv, ausdauernd und mit viel Spaß!
Karsten, viele Dank für das Interview. Gerne, Mario!
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Beste Grüße
Mario Carla
Bisher sind in der Reihe “Social Media Best Practice” sind bisher folgende Interviews erschienen:
Wie stehen Entscheider dem Thema Social Media gegenüber? Ein Interview mit Kai-Jürgen Lietz
Man muss die Social-Media-Kanäle kennenlernen und verstehen -Ein Interview mit Leonie Walter
Heute im Interview Roland Kopp-Wichmann: Berater, Coach und Autor
Heute im Interview: Petra Schuseil Kommunikationsberaterin und Coach
Hallo und herzlich willkommen auf "KMU im SocialWeb". Mein Name ist Mario Carla. Ich bin IT-Trainer, -Berater und Blogger. Ich blogge hier über meine Erfahrung mit Twitter, Blogs, Xing, Facebook und Co.





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