Heute im Interview Roland Kopp-Wichmann: Berater, Coach und Autor
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Auch heute wieder ein Interview mit einem Unternehmer, der in Social Web unterwegs ist und das mit oder trotz seiner 61 Jahre – Roland Kopp-Wichmann.

Guten Tag Herr Kopp-Wichmann stellen Sie sich doch bitte kurz vor!
Ich bin Diplom-Psychologe mit eigener Praxis in Heidelberg. Parallel dazu arbeite ich seit vielen Jahren als Trainer und Coach für Führungskräfte.
Sie haben ja zuletzt mit Ihren „13 besten Tipps, wie Sie Social Media für Ihr Geschäft nutzen“ eine Lanze für Social Media gebrochen.“ Welches sind aus Ihrer Sicht die Vorteile, die Social Media einem Einzelunternehmer oder kleinem Unternehmen bringt?
Es ist aus meiner Sicht die kostengünstigste und v.a. auch zielgruppengenaueste Form des Marketings. Anzeigen haben zu große Streuverluste und kosten auch eine Menge. Social Media kann man klein anfangen – und die Interessenten finden einen, wenn man sich genau genug positioniert.
Seit wann setzen Sie Social Media ein und wie nutzen Sie es für sich bzw. ihr Unternehmen?
Es ging mit meinem ersten Blog im Jahr 2005 an. Mehr aus Neugier ohne bestimmte Strategie. Mittlerweile habe ich vier Blogs, davon jeweils einen für meine beiden Bücher. Gerade wenn man als Autor zu einem Buch einen Blog startet, kann man schon vor dem Erscheinen des Buches Leser gewinnen. Diese schreiben dann vielleicht auch gerne eine Rezension bei Amazon. Das sind zum Beispiel nützliche Folgen.
Am intensivsten betreibe ich meinen Persönlichkeits-Blog mit je einem langen Artikel pro Woche. Dort sind im Schnitt pro Tag über 600 Besucher. Der Blog ist mit meinen anderen Websites verlinkt und so gewinne ich einen großen Teil meiner Seminaranmeldungen.
Aus einigen Blogartikeln mache ich mit wenig Aufwand einen Podcast oder Video mit der Webcam. Beides bringt auch wieder Besucher, die vielleicht den Blog noch nicht kennen.
Es gibt immer noch viele Entscheider und Unternehmer, die Social Media gegenüber skeptisch eingestellt. Gerade in dieser Gruppe heißt es häufig: Wir haben keine Kontrolle mehr über das Ganze. Oder wir wollen Klasse, keine Masse. Geht es ihnen auch so? Und wenn ja, was antworten Sie darauf?
Das mit der Kontrolle lese ich immer wieder. Aber ich fast nie „schlimme“ Kommentare, und wenn ja, kann man die ja löschen. Man sollte außerdem keine Mitbewerber oder andere Produkte madig machen, dann gibt es wenig Anlass, dass Menschen schlecht über einen reden.
Immer wieder wird ja nach dem ROI, dem Return on Invest und dem Messen von zahlen geredet. Neulich lass ich als Antwort auf die Frage: Wie messen Sie den ROI, die Antwort: „Na, auf dem Konto“. Wie messen Sie den ROI?
Ich messe den ROI über die stetig wachsenden Besucherzahlen und anhand der Anzahl der Kommentare auf meinen Blogs. Die Verlinkungen sind auch ein Teil. Den Rest kann man nicht planen. Mein erstes Buch entstand zum Beispiel dadurch, dass eine Lektorin meinen Blog las und mich fragte, ob ich zu einem bestimmten Thema nicht ein Buch schreiben wollte. Das direkteste Feedback sind sicher die Seminaranmeldungen wie auch die #FolloFriday-Empfehlungen auf Twitter.
Wenn Sie jemand fragt: Wie und wo soll ich anfangen? Was raten Sie ihm?
Am besten aber auch am zeitaufwendigsten ist sicher ein eigener Blog mit einem spannenden Thema und einer Nischen-Postionierung. Dafür muss man aber auch gute Artikel schreiben, was bedeutet, man muss sich mit dem Thema auskennen und es muss einem am Herzen liegen – sonst wird die Arbeit zu mühsam. Alle anderen Aktivitäten kann man dann drumherum aufbauen und vernetzen. Das XING-Profil, der Twitter-Account, evtl. Facebook. Wichtig ist auch eine gute, nicht langweilige Website. Denn dort werden ja die eigenen Dienstleistungen und/oder Produkte angeboten.
Sehr wichtig ist es ja, nicht einfach loszulegen und Ziele festzulegen. Wie sieht Ihre Social Media Strategie aus?
Stimmt genau. Mein Ziel war es vor einigen Jahren, mich als Experte für das Thema „Persönlichkeitsseminare“ zu positionieren. Da habe ich viel Zeit und anfangs auch etwas Geld für Adwords investiert. Das ist gelungen, wenn man den Begriff mal bei Google angibt.
Im Moment bin ich dabei, alle meine Websites etwas einheitlicher und wiedererkennbarer zu gestalten. Außerdem möchte ich mich noch mehr als Referent für Persönlichkeitsthemen positionieren und da bekannter werden.
Sie haben bei Twitter fast 7000 Follower. Wie lange haben Sie gebraucht um diese Anzahl aufzubauen?
Ungefähr ein dreiviertel Jahr.
Welche Vorteile haben Sie durch diese enorme Anzahl (Aufträge, Vernetzung,…)
Ich lerne interessante Menschen kennen, die ich unterstütze und die mir helfen. Durch Backlinks, ReTweets, Empfehlungen, Einladungen zu Gastartikeln usw.
Wie viel Zeit verbringen Sie mit Twitter?
Etwa eine Stunde über den Tag verteilt.
Automatisieren Sie (Feeds, Tweets,..)?
Nein, habe ich früher gemacht, ist mir zu zwanghaft. Ich bin den ganzen Tag immer mal im Internet, beziehe Newsletter usw. Dabei finde ich interessante Links, die ich über Twitter weitergebe.
Hier finden Sie weitere Informationen zu Roland Kopp-Wichmann
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Beste Grüße
Mario Carla
Bisher sind in der Reihe “Social Media Best Practice” sind bisher folgende Interviews erschienen:
Wie stehen Entscheider dem Thema Social Media gegenüber? Ein Interview mit Kai-Jürgen Lietz
Man muss die Social-Media-Kanäle kennenlernen und verstehen -Ein Interview mit Leonie Walter
Hallo und herzlich willkommen auf "KMU im SocialWeb". Mein Name ist Mario Carla. Ich bin IT-Trainer, -Berater und Blogger. Ich blogge hier über meine Erfahrung mit Twitter, Blogs, Xing, Facebook und Co.





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