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    mariocarlaHallo und herzlich willkommen auf "KMU im SocialWeb". Mein Name ist Mario Carla. Ich bin IT-Trainer, -Berater und Blogger. Ich blogge hier über meine Erfahrung mit Twitter, Blogs, Xing, Facebook und Co.
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Wie stehen Entscheider dem Thema Social Media gegenüber? Ein Interview mit Kai-Jürgen Lietz

By mcarla On April 1, 2010 Under Facebook, OnlineReputation, SocialMedia

Kai-Jürgen Lietz Wie angekündigt starte ich heute meine Interview-Reihe “Social Media Best Practice”, in der ich Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich schon der Sozialen Medien bedienen interviewe und nach ihren Erfahrungen frage. Den Anfang macht Kai-Jürgen Lietz vom Entscheiderblog.

Hallo Kai, kannst Du Dich meinen Lesern mal kurz vorstellen?

Ich bin Kai-Jürgen Lietz. Als Entscheidercoach arbeite ich mit vielen Selbständigen, Unternehmern und Managern zusammen. Ich helfe Ihnen dabei, noch bessere Entscheidungen zu treffen. Da geht es darum, erst einmal herauszufinden, wo wir in einigen Jahren stehen wollen, neue Handlungsalternativen zu schaffen und Einfluss aufzubauen, damit wir nicht an den äußeren Widerständen scheitern, sondern auf Unterstützung bauen können.
Ich habe mehrere Bücher zu dem Thema geschrieben, u.a. „Das Entscheider-Buch. 15 Entscheidungsfallen und wir man sie vermeidet und „Die Entscheider-Bibel“.

Du betreibst Deinen Entscheiderblog ja schon seit 2006, bist aber zusätzlich noch bei XING, Twitter und Facebook zu finden. Warum?

Die Grundidee für mich war immer, interessierte Menschen zu finden und mit ihnen in Kontakt zu treten. Ich habe eine einzigartige Positionierung. Das hilft, andere auf mich aufmerksam werden zu lassen.

XING ist Pflicht für jeden Selbständigen. Ich bin seit 2004 dabei und benötige es zum kontakten. Dabei verfolge ich ein klares Prinzip: Ich stelle den Kontakt nur her, wenn ich den anderen schon persönlich getroffen habe oder auf andere Weise intensiver mit ihm in Kontakt stehe.

Twitter war für mich zunächst ein Versuch. Als ich darüber meinen ersten Auftrag bekam, war klar, dass damit mehr möglich ist als ich gedacht hatte. Dabei renne ich nicht jedem Follower hinterher, wie das teilweise Mode ist. Stattdessen freue ich mich über Kontakte, die Qualitätsinhalt schätzen. Meine Kanäle in Twitter: @smartDecisions und @Entscheidertipp

Facebook ist für mich derzeit wieder ein Experiment. Allerdings gibt es rund 7 Millionen Nutzer in Deutschland und das heißt, es gibt auch dort interessierte Leser. Mein Profil dort: http://www.facebook.com/Entscheidercoach

Ich versuche alle diese Medien miteinander zu vernetzen. So wird jeder Blogbeitrag in Twitter, Xing und Facebook bekannt gegeben. Zudem erscheinen einige Blog-Beiträge als Podcast, weil sie direkt in Facebook abgespielt werden können.

Du hast ja viel mit Entscheidern zu tun. Wie stehen die denn dem Thema Social Media gegenüber?

Das hat viel mit dem Alter zu tun. Die meisten meiner Premium-Kunden sind über 50. Da ist zwar Interesse da, aber auch Misstrauen. Denn wer ein Profil führt, kann auch gefunden werden. XING zum Beispiel steht ja jedem offen, das ist etwas anderes, als im Who is Who zu stehen.

Zudem fordert ein Social-Web-Engagement zumindest die Pflege des eigenen Profils. Wir wissen alle, dass das zeitaufwändig sein kann.

Meiner Erfahrung nach muss da noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden.

Blogs sind auch eher unbekannt, auch wenn meine Kunden meine Beiträge lesen. Ich bekomme dann oft zu hören: „Ich habe mal wieder auf Ihrer Website gelesen“. Ob das ein Blog ist oder nicht, interessiert dabei nicht. Denn mein Gegenüber würde nie auf die Idee kommen, selbst einen zu führen.

Twitter und Facebook spielen keine Rolle. Das wäre für die meisten auch eher Zeitverschwendung.

Welche sind die vier häufigsten Gründe, die Du als Argument gegen Social Media hörst?

Viele sehen keinen erkennbaren Nutzen in der Sache und der Zeitaufwand schreckt sie ebenfalls ab. Die Möglichkeit der direkten Kommunikation wird eher als Nachteil, denn als Vorteil angesehen. Dafür müsste extra ein Mitarbeiter abgestellt werden. Zudem möchte man die Kontrolle haben, was mit der eigenen Kommunikation passiert. Fremde Plattformen bieten zu wenig Zensurmöglichkeiten. Nicht zuletzt sind die Regeln der Social-Web-Kultur für viele nicht durchschaubar.

Wenn Dich jemand fragt: Wie starte ich ins Social Web? Was empfiehlst Du ihm da?

Jede Entscheidung gibt meinem Handeln eine Richtung. Daher müssen wir zunächst wissen, wo wir in einigen Jahren damit stehen wollen. Blog, Xing, Twitter und Facebook sind sehr verschiedene Medien mit unterschiedlichen Zielgruppen. Wenn er weiß, was er will, würde ich ihn an einen Spezialisten verweisen, der damit sein Geld verdient.

Denn ich bin auch nur Anwender, der diese Medien für sein Geschäft einsetzt. In anderen Branchen oder bei anderen Coaches und Trainern ergibt sich vielleicht ein ganz anderer Bedarf. Wer hier ziellos ins Social-Web startet, verbrät viel Zeit und Geld, ohne davon zu profitieren.

Kai, vielen Dank für das Interview!

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Mario Carla

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